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Tipps für die Suche nach einem Schlüsseldienst

Immer wieder liest man in den Medien von abschreckenden Beispielen, wo jemand für einen Aufsperrdienst mehrere hundert Euro bezahlt hat. Oft benötigen die Profis jedoch nur einige Minuten, um ein Schloss zu öffnen. Vor allem, wenn die Türe nicht von innen versperrt ist, lässt sich das Schloss mit speziellen Werkzeugen schnell öffnen. Manche schwarze Schafe unter den Betrieben machen sich die Not der Betroffenen zunutze. Da jeder froh ist, wenn man die eigenen vier Wände wieder betreten kann, vergessen manche wichtige Sicherheitsvorkehrungen, um überhöhte Rechnungen im Vorfeld auszuschließen. Bei den Schlüsseldiensten handelt es sich um Profis, somit kann man als Kunde annehmen, dass ein Schlüsselnotdienst die entstehenden Kosten schon im Erstgespräch abschätzen kann.

Warum unterscheiden sich die Preise so enorm?

Man möchte nur schnell etwas aus dem Auto holen, ein Griff in die Jackentasche beweist den Verdacht: die Türe ist zu und der Schlüssel befindet sich noch im Vorraum. Schnell den nächsten Schlüsseldienst kontaktieren und die Sache ist erledigt, denken sich manche. Doch so einfach sollte man es sich nicht machen, vor allem wenn man nicht riskieren möchte, mehrere hundert Euro für wenige Minuten Arbeitszeit auszugeben. Mit geringeren Kosten darf man tagsüber rechnen. Abends und an Wochenenden verrechnen die Unternehmen Zuschläge. Die Preise für die Türöffnung sind noch dazu von den Anfahrtswegen abhängig. Wohnt man in einer entlegenen Gegend und müssen die Handwerker eine Stunde fahren, bis sie am Einsatzort ankommen, muss man dafür bezahlen. Doch nicht immer ist klar ersichtlich, von wo der Schlüsseldienst operiert. Deshalb kann es oft auch zu überteuerten Preisen kommen, wenn man in einer Großstadt wohnt. Daher heißt es kühlen Kopf bewahren und sich die Webseiten mehrere Unternehmen genau anzusehen, bevor man sich für eine Firma entscheidet. Manche Firmen veröffentlichen bereits auf Ihrer Homepage die Preise. Ist dem nicht der Fall, sollte man am Telefon danach fragen. Wer gleich einen Fixpreis vereinbart, ist in jedem Fall auf der sicheren Seite. Ein Tipp dazu: fällt die Wohnungstüre am Sonntagabend zu, kann es unter Umständen sogar günstiger kommen, eine Nacht im Hotel zu verbringen als die teuren Zuschläge für Nachtarbeit zu bezahlen.

Welche Kriterien deuten auf einen seriösen Anbieter hin?

Während man früher anhand der Vorwahl gleich erkennen konnte, an welchem Ort eine Firma ansässig ist, präsentiert sich die Situation heute deutlich schwieriger. Viele Aufsperrdienste veröffentlichen nur eine Mobiltelefonnummer. Manche arbeiten sogar mit einem Call Center zusammen. Dabei wird der Anruf von einer beliebigen Nummer weitergeleitet. Im Internet wimmelt es von Aufsperrdiensten, da fällt die Wahl gar nicht so leicht. Vermeiden sollte man Firmen, die eine Mehrwertnummer wie 0900 verwenden. Ein beliebter Trick bei Abzocker Firmen ist auch, im Unternehmensnamen die Abkürzung „AAA“ zu verwenden. Damit möchten die Aufsperrdienste in den Branchenbüchern an erster Stelle gereicht werden. Untersuchungen haben ergeben, dass man sich gerade in einer Notsituation nicht die Zeit nimmt, lange zu suchen und auf die ersten Einträge zurückgreift. Diese Tatsache machen sich einige unseriöse Anbieter zunutze. Auch vor Lockangeboten sollte man sich hüten. Seriöse Anbieter beschäftigen gut ausgebildete Handwerker, deren Arbeitsleistung etwas kostet. Bietet ein Unternehmen die Dienstleistung zu deutlich unter den üblichen Preisen an, kann es sein, dass versteckte Kosten dazukommen. Schützen kann man sich davor als Konsument, wenn man einen Fixpreis vereinbart und sich diesen wenn möglich sogar schriftlich bestätigen lässt.

Worauf ist noch zu achten?

Jeder, der vor einer zugefallenen Wohnungstüre steht, befindet sich in einer Stresssituation. Dennoch sollte man gründlich überlegen, welchen Aufsperrdienst man kommen lässt und schon beim Erstkontakt einige Punkte klären. Es macht Sinn, folgende Informationen abzufragen:

  • Von wo kommen die Handwerker?
  • Wie lange wird es dauern, bis sie am Einsatzort sind?
  • Welche Anfahrtskosten fallen an?
  • Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es?
  • Fallen Zuschläge an?
  • Wie hoch ist der Gesamtpreis?

Gefinkelte Handwerker unseriöser Betriebe versuchen unter Umständen, mehr zu verrechnen indem Sie Spezialwerkzeuge verwenden. Hat man jedoch nur eine Standardtüre und kein ausgeklügeltes Sicherheitssystem, sollte sich die Türe mit wenigen Handgriffen öffnen lassen. Außerdem sollte man schon im Erstgespräch klar machen, dass man nur eine Öffnung der Türe wünscht. Manche Handwerker wechseln auch gleich Schlösser aus und verrechnen diese. Davor sollte man sich schon im Vorfeld schützen. Ein heikles Thema ist immer die Bezahlung. Wer schon beim Erstkontakt Informationen darüber einholt, erspart sich Diskussionen mit dem Handwerker vor geöffneter Türe. Es werden immer wieder Fälle bekannt, wo Aufsperrdienste Kunden nötigen, sofort zu bezahlen und sogar mit dem Zuschlagen der Türe drohen. Davon sollte man sich nicht beirren lassen. Bargeld sollte man nur aushändigen, wenn man eine Rechnung vorgelegt bekommt. Die einzelnen Poste darauf sollten nachvollziehbar und plausibel sein. Es macht durchaus Sinn, den Handwerker bei der Arbeit genau zu beobachten und sich gegebenenfalls einzelne Arbeitsschritte erklären zu lassen.

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