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Die Einteilung von Arbeitsschuhen in Sicherheitsklassen gewährleistet sicheres Arbeiten

In vielen handwerklichen Berufsgruppen müssen Arbeitsschuhe bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen. Damit soll die Sicherheit der Betroffenen bei Ausübung ihrer Tätigkeit gewährleistet werden. Je nach Ausrichtung, Gefahrenpotential und Ort der Berufsausübung gibt es verschiedene Sicherheitsklassen.

Was macht aus einem Schuh einen Sicherheitsschuh?

Was genau ein Sicherheitsschuh ist, hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung in ihrem Regelkatalog zur „Benutzung von Fuß- und Knieschutz“ festgelegt. Dabei wird ein deutlicher Unterschied zwischen Sicherheitsschuhen, Schutzschuhen und Berufsschuhen vorgenommen. Ein Sicherheitsschuh ist gegeben, wenn das Modell der Norm DIN EN ISO 20345 entspricht. Darin sind die umfassenden Ansprüche an Material und Funktion, aber auch individuelle Eigenschaften des Schuhs genau festgelegt. Unter anderem ist festgelegt, dass die Zehenschutzkappe einer Energiebelastung von 200 Joule ohne Beschädigung standhalten muss.

In gewissen Berufsgruppen ist der Sicherheitsschuh vorgeschrieben

Es gibt bestimmte Berufe und Tätigkeiten, bei denen das Tragen von Sicherheitsschuhen vorgeschrieben ist. Dazu gehören die Branchen der Industrie und des Handwerks, aber auch das Bauwesen sowie der Garten- und Landschaftsbau. Auch bei der Feuerwehr sowie dem Rettungsdienst und dem Technischen Hilfswerk sowie in einigen Berufssparten der Gastronomie und der Metzgerei sowie in Speditionen gelten diese genormten Schuhe zur Sicherheit als Vorschrift.

Doch auch wenn es keine dezidierte Vorschrift über das Tragen von Sicherheitsschuhen gibt, kann es manchmal eine gute Entscheidung sein, welche anzuziehen. Dies gerade dann, wenn die Gefahr von Verletzungen durch herabfallende Gegenstände oder der Möglichkeit des Ausrutschens oder spitzer Gegenstände auf dem Boden groß ist. Es gibt passende Schuhen für verschiedene Tätigkeiten: von rutschfesten bis chemikalienabweisend.

Sicherheitsschuhe für Bauarbeiten

Sicherheitsschuhe werden in Klassen eingeteilt

Doch wer sich den Markt für Sicherheitsschuhe ansieht, stellt fest, dass diese unteranderem auch in Klassen, die mit dem Buchstaben S beginnen, eingeteilt sind. Die Bandbreite reicht dabei von der Grundklasse SB, die über eine Zehenschutzkappe und einen geschlossenen Zehenbereich verfügt, bis zu den Oberklassen S1 bis S5. S1 stellt dabei den Standardsicherheitsschuh dar, dessen Fersenbereich geschlossen und das Material antistatisch ist.

Schutzklasse S1P sind eine Ergänzung zur Klasse S1 und verfügen über eine durchtrittsichere Zwischensohle, während die Schutzklasse 2 zusätzlich aus Leder besteht, das wasserundurchlässig sein muss. Konkret bedeutet dies, dass dieser Schuh für mindestens eine Stunde alle Flüssigkeiten perfekt abweisen muss.

Hat ein Sicherheitsschuh die Klasse S3, so weist er alle Spezifikationen der Klassen S1 und S2 auf, als Zusatzmerkmal eine durchtrittsichere Sohle wie sie auch bei der Zusatzklasse S1P vorgeschrieben ist. Modelle der Schutzklasse 4 werden sind meist als Stiefel gearbeitet, wobei die Besonderheit darin besteht, dass sie aus einem Stück bestehen müssen. Es dürfen also keinerlei Nähte vorkommen. Das verwendete Material ist dabei am häufigsten Vollgummi oder andere Polymere, die aber nicht zusammengeklebt sein dürfen. Damit sind diese Sicherheitsschuhe absolut wasserdicht und resistent gegen alle Flüssigkeiten, die grundsätzlich das Material angreifen. Zusätzlich verfügen sie auch noch über einen Schokabsorber.

Auch die Modelle der Schutzklasse S5 sind meist als Stiefel gearbeitet und weisen sämtliche Eigenschaften der Schutzklasse S4 auf. Zusätzlich verfügen sie über einen Durchtrittschutz, der als Zwischensohle gearbeitet ist.

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