Sicherheitsschuhe

Sicherheitsschuhe erhöhen in vielen Berufen den Schutz vor Unfällen am Arbeitsplatz. Sie werden unter anderem im Gartenbau, in Industrieunternehmen aller Art, auf Baustellen und bei Feuerwehren verwendet. Einzelne Exemplare bieten auf bestimmte Berufsgruppen abgestimmte Sicherheitsmerkmale. So gibt es z.B. für Elektriker Modelle, die isolierend wirken, um die Gefahr eines Stromschlags zu verringern.

Sicherheitsschuhe werden als Halbschuhe oder Stiefel angeboten. Ihr typisches Merkmal ist der Schutz der Zehen durch eine Kappe aus Metall oder Kunststoff. Ansonsten sind sie meistens aus Leder gefertigt und haben eine Gummisohle. Auch die Ferse ist bei vielen Modellen besonders geschützt.

Kategorien und Eigenschaften

Sicherheitsschuhe werden in genormte Kategorien eingeteilt. Schuhe der Kategorie SB schützen die Fußspitzen durch eine Kappe. Die Stufen S1 bis S5 stehen für zusätzliche Schutzfunktionen. Modelle mit der Bezeichnung S1 gelten als Standard-Sicherheitsschuhe. Sie bieten neben der vorderen Schutzkappe auch einen Fersenschutz. Exemplare der Sonderkategorie S1P haben zusätzlich eine Sohle, die vor dem Durchtreten schützt.

Sicherheitsschuhe der Stufe S2 bieten neben den Schutzfunktionen der Kategorie S1 eine gewisse Resistenz gegen Nässe. Schuhe der Klasse S3 bieten den Schutz der Sonderkategorie S1P kombiniert mit Nässeschutz.

Wer seine Füße gut vor Flüssigkeiten mit gefährlicher Wirkung schützen will, sollte sich Schuhe der Stufe S4 zulegen. Typisch für Modelle der Kategorie S5 ist die Ausführung als Stiefel. Sie schützen nicht nur vor Nässe wie z.B. bei Regen, sondern ermöglichen auch das längere Stehen in Pfützen und größeren Wasserlachen.

Neben den in Kategorien festgelegten Schutzfunktionen gibt es zur Zeit 13 zusätzliche Anforderungen, die Sicherheitsschuhe erfüllen können. Diese werden mit Hilfe von Buchstaben gekennzeichnet. Dazu einige Beispiele: Der Großbuchstabe A steht für antistatische Beschaffenheit. Die Buchstabenkombination CI bedeutet, dass ein Schuh gegen Kälte isolierend wirkt. Die Kennzeichnung HI steht dagegen für Abschirmung gegen Wärme.

Leute, die auch bei der Fußbekleidung auf gutes Aussehen Wert legen, finden heutzutage auch bei Sicherheitsschuhen Modelle in ansprechendem Design. So gibt es z.B. Exemplare, die wie Sportschuhe aussehen. Auf den bei normalem Schuhwerk üblichen Laufkomfort brauchen Sie nicht verzichten. So manches Modell ist luftdurchlässig wie Sandalen. Den Auftritt dämpfende oder ergonomisch angepasste Sohlen haben auch zahlreiche Schuhe. Ein antibakterielles Futter gegen Fußgeruch ist ebenfalls in viele Exemplare eingearbeitet. Wie bei normalem Schuhwerk erhöht gute Pflege die Lebensdauer.

Ein paar Worte zu den Preisen

Sicherheitsschuhe werden im Einzelhandel und im Internet zum Kauf angeboten. Die gängigen Preise liegen zwischen 20,- und 100,- Euro. Exemplare mit gutem Preis-Leistungsverhältnis bekommt man für weniger als 50,- Euro. Besonders hochwertige Modelle können schon mal 200,- Euro kosten.

Grundsätzliches zur Rechtslage

Beachten Sie bitte, dass Sicherheitsschuhe in vielen Berufen und bei bestimmten Tätigkeiten vorgeschrieben sind. Es gehört zu den Pflichten des Arbeitgebers, mögliche Gefahren zu ermitteln und die Notwendigkeit des Tragens von Schutzkleidung fest zu stellen.

Auf Baustellen geht z.B. eine Gefahr von Nägeln aus, die in Holzlatten stecken. Im Metallbau kann es passieren, dass schwere Gegenstände auf Füße fallen. Auch der mögliche Kontakt mit heißen oder ätzenden Flüssigkeiten im Bodenbereich macht in so manchem Betrieb den Einsatz von Sicherheitsschuhen nötig.

Grundsätzlich sind Kauf und Bereitstellung von Schutzkleidung Sache der Arbeitgeber. Dies gilt auch für Sicherheitsschuhe. Arbeitnehmer sind selbstverständlich verpflichtet, ihre Schutzkleidung wirklich zu tragen.