Feuerlöscher

Feuerlöscher

Feuerlöscher gehören in jede Wohnung, bzw. in jedes Haus. Sie sollten so platziert sein, dass sie immer gut und schnell zugänglich sind.

Feuerlöscher sollten grundsätzlich in jeder Wohnung und jedem Haus vorhanden sein. Denn nur allzu leicht kann es zu einem Brand kommen. Dazu reicht es schon aus, wenn im Haus jemand mit brennender Zigarette auf dem Sofa einschläft oder das Fett in der Pfanne Feuer fängt.

Was sind Feuerlöscher?

Als Feuerlöscher bezeichnet man ein tragbares Handlöschgerät von meist 6 bis 12 kg Gewicht, das sich zum Löschen kleinerer Brandherde und Brände eignet, die gerade erst entstehen. Dabei wird das im Feuerlöscher-Behälter befindliche Löschmittel durch Druck ausgestoßen. Der Betrieb von Feuerlöschern ist in Deutschland durch die DIN EN 3 geregelt.

Feuerlösch-Geräte unterscheiden sich entsprechend ihrer Löscheigenschaften. Sie werden von dem im Behälter des Feuerlöschers befindlichen Löschmittel bestimmt. Nicht jedes Löschmittel eignet sich für jede Art von Brand. Daher gibt es die so genannten Brandklassen (A, B, C, D, F). Für welche Brandart der Feuerlöscher zugelassen ist, erkennt der Nutzer auf dem Etikett. Die Ziffer davor bezeichnet das Löschvermögen des Geräts.

Feuerlöscher überprüfen

Bedenken Sie, dass Feuerlöscher regelmäßig überprüft werden müssen. Nur ein funktionierender Feuerlöscher kann Ihnen im Ernstfall das Leben retten.

Alle Feuerlösch-Geräte haben 5 normierte Schriftfelder mit Angaben über Füllmenge, Art des Lösch- und Treibmittels, Löschvermögen und Brandklasse. Außerdem befindet sich dort eine Bedienungsanleitung und ein Warnhinweis für die Feuerlöscher Verwendung bei elektrischen Anlagen. Als Löschmittel sind beispielsweise Pulver (ABC und BC), Schaum, Metallbrandpulver, Kohlendioxid und Fettbrand-Löschmittel eingefüllt.

Die Löschmittel Ausstoß-Menge richtet sich nach der Größe des Geräts: Pulverlöscher von 1 bis 2 kg können 6 bis 12 Sekunden lang in Betrieb sein, 6 kg-Löscher immerhin noch 15 bis 23 Sekunden. Bei 12 kg-Geräten ist das Pulver nach spätestens 33 Sekunden aufgebraucht.

Auch die Überprüfung der Brandlöscher auf Funktionstüchtigkeit und sichere Benutzung erfolgt auf Basis der DIN EN 3. Danach sind die Eigentümer derartiger Geräte verpflichtet, sie spätestens alle 2 Jahre überprüfen zu lassen. Einsatzfähige Feuerlöscher werden dann mit einer Prüfplakette gekennzeichnet.

Sicherheitsexperten empfehlen für den Einsatz in Wohnungen und Wohnräumen Schaumlöscher der Brandklassen A und B und für Garagen, Hobbyräume und Keller ABC-Pulverlöscher. In der Küche werden spezielle Fettbrand-Löscher verwendet.

Welche Typen von Feuerlöschern gibt es?

Je nach Art der Druckerzeugung unterscheidet man Dauerdruck-Löscher (Permanent-Löscher), Auflade-Löscher und Gas-Löscher. Bei Dauerdruck-Löschern (Kennbuchstabe L) befinden sich Löschmittel und Treibgas (Stickstoff oder CO2) in demselben Behälter, sodass das Löschmittel unter dauerhaftem Druck steht. Daher reicht ein einfaches Betätigen der Löschpistole nach dem Entsichern, um das Löschmittel austreten zu lassen.

Auflade-Löscher (Kennbuchstabe H) haben je eine Kammer für Treibgas und Löschmittel. Nach dem Öffnen des Ventils strömt das Treibmittel in den anderen Behälter und setzt das Löschmittel unter Druck. Daher dauert es etwa 5 Sekunden, bis genügend Druck vorhanden ist und man die Löschpistole öffnen kann. Bei Gas-Löschern wird mit dem Treibgas (Kohlendioxid) gelöscht.

Nach der Art des verwendeten Löschmittels unterscheidet man Wasser, Schaum, Pulver, Kohlendioxid und Fettbrand-Löscher. Wasser-Löscher hinterlassen nur geringe Wasserschäden und eine kühlende Löschwirkung. Dasselbe gilt für Schaumlöscher. Pulverlöscher haben eine starke Löschwirkung, verschmutzen aber mit dem Pulver die Brand-Umgebung.

Bei allen drei Feuerlöscher Arten sollte der Löschende in elektrischen Anlagen von weniger als 1.000 Volt einen Sicherheitsabstand von mindestens 1 Meter einhalten. Sie sind für den Einsatz bei Bränden in Hochspannungsanlagen (mehr als 1.000 Volt) nicht geeignet.

Kohlendioxid Löschgeräte kommen in Rechenzentren und Labors zum Einsatz und haben eine erstickende und leicht kühlende Wirkung. In Hochspannungsanlagen sollte der Löschende mindestens 3 bis 5 m Abstand zum Feuer haben.

verschiedene Arten Feuerlöscher

Es gibt verschiedene Arten von Feuerlöschern, doch besonders wichtig ist, dass Sie überhaupt einen Feuerlöscher besitzen und diesen regelmäßig der notwendigen Prüfung unterziehen. Bedenken Sie immer: Der Feuerlöscher kann im Ernstfall Ihr Leben und das Ihrer Familie retten.

Feuerlöscher und Brandklassen

Normale Pulverlöscher sind imstande, Brände der Brandklassen B (feste schmelzende Stoffe, Flüssigkeiten) und C (Gase) zu löschen. ABC-Löscher enthalten Glutbrand-Pulver und können auch feste nicht schmelzende Stoffe (Brandklasse A) ersticken. Pulverlöscher mit Metallbrandpulver werden bei Metallbränden (Brandklasse D) eingesetzt. Kohlendioxid-Löscher sind für die Brandart B geeignet, Wasser-Löscher für A und Schaumlöscher für A und B. Fettbrand-Löschgeräte haben die Brandklasse F.